Alle Artikel mit dem Schlagwort: Polster

Wir stellen vor: PAUL GUSTAV von Treptow – geöltes Holz

Leistung

Eine hohe Rückenlehne, kunstvoll verzierte Beine und filigrane Streben. Die geraden Linien und hoch aufgestellte Form strahlen eine ruhige und kunstvolle Erhabenheit aus. Ein Stuhl, der sich nicht zu verstecken braucht.  

Ausgangsbasis

Der Zustand des Stuhls war aufgrund einer Bruchstelle an einer konstruktiv relevanten Belastungsstelle äußerst besorgniserregend.  Insgesamt ließ die Stabilität des Stuhls an fast allen Holzverbindungen zu wünschen übrig. Die Holzoberfläche zeigte eine Vielzahl von Schrammen und kleine Dellen.

Das Polster samt Einlegerahmen hatte die Zeit weniger gut überstanden. Die einstige Pracht des Bezugsstoffs war verflogen. Die alte und spröde Gurtpolsterung hatten längst die notwendige Stabilität eingebüßt. Der Einlegerahmen zeigte sich ebenfalls bewegungsfreundlich und unerfreulich flexibel. Hier waren alle Zapfenverbindungen lose. Wir hatten viel zu tun.

Stuhldesign

Als Aufwertung der natürlichen Holzmaserung haben wir als dominierendes Designelement geöltes Holz ohne farbliche Akzente vorgesehen. Die neue Polsterung mit einem naturfarbenen und unempfindlichen Polsterbezug bilden einen schönen Kontrast zu dem dunklen, geöltem Holz. Von einer Sitzruine zur vollkommenen Sitzkunst.

Aufarbeitung Stuhl

Demontage, alter Holzleim und Neuverleimung

Im ersten Schritt demontierten wir vorsichtig den Stuhl in fast alle Einzelteile. Die Zapfen und entsprechenden Zapfenlöcher befreiten wir mittels Raspeln, Stechbeitel und Schleifpapier von dem alten teilweise spröden Holzleim. An der kritischen Bruchstelle entfernten wir obendrein ein Teil eines Holzstückes, das direkt aus dem Vollholz entnommen und als Provisorium dort verleimt war. Die Ränder säuberten wir ebenfalls sorgfältig. Aus dem ursprünglichen Stuhl haben wir ein umfangreiches und anspruchsvolles Holzpuzzle herausgearbeitet, das es, mit Anspruch auf höchste Stabilität, wieder zusammenzusetzen galt.

Für die Neuverleimung legten wir alle Teile des Stuhls zurecht und setzten diesen probeweise zusammen. Die Verleimung erfolgte mit Weißleim. Diesen trugen wir auf alle Zapfenverbindungen und Zapfenlöcher auf und setzten den Stuhl, wie bei der Probe, sorgfältig zusammen. Für eine optimale Vereinigung von Zapfen und Zapfenlöcher verwendeten wir ein Schlagholz und Gummihammer. Die fachgerechten Anwendungen von Klemmzwingen und Spanngurten sorgten für den notwendigen Anpressdruck. Zusätzlich richteten wir die Stuhlbeine sorgfältig aus und beschwerten den Stuhl mit einem Gewicht. Das Ergebnis war ein vollständig zusammengesetzter, belastbarer und kippelfreier Stuhl. 

Farbreste und Vorbereitung

Die alte Oberflächenbeschichtung entfernten wir mit Deltaschleifer und Schleifpapier. Für die Freilegung des  wunderschön gemaserten Holzes waren mehrere Schleifdurchgänge erforderlich. Alle Schrammen, Kratzer und kleine Dellen konnten wir entfernen und einebnen. Durch den Einsatz von Schleifpapier in immer feineren Körnungen erreichten wir bei dem Stuhl eine absolut glatte Holzoberfläche.

Entfernung alter Farbreste
Entfernung alter Farbreste

Geöltes Holz mit natürlichem Leinöl

Für die Veredelung verwendeten wir natürliches Leinöl. Mit einem Baumwollstoff trugen wir dieses wunderbare Öl in insgesamt 5 Durchgängen auf. Nach jeder Ölung waren 24 Stunden Trocknungszeit erforderlich, um dem Holz die optimale Aufnahme des natürlichen Leinöls zu ermöglichen. Für eine farbliche Anpassung haben wir einzelne Bereiche des Stuhls zusätzlich mit Leinöl behandelt. Im Laufe der Behandlung und Trocknungszeit dunkelte das behandelte Holz bereits nach, ein Prozess, der sich, je nach Holzart und Anzahl der Ölbehandlungen, auch nach Wochen zeigen kann.

Aufarbeitung Polster

Demontage und Instandsetzung Einlegerahmen

Den Einlegerahmen entkernten wir bis auf das blanke Holz. Alle Elemente, wie Polsterbezug, Füllung, Nägel und Polstergurte konnten wir restlos entfernen und den Einlegerahmen demontieren. Von den Zapfen und Zapfenlöcher entfernten wir vorsichtig den alten Holzleim und verleimten den Rahmen neu. Leimzwingen sorgten für den notwendigen Anpressdruck. Nach der Trocknungszeit schliffen wir die Stirnseiten und Kanten an. Der Polsteraufbau war vorbereitet.

Polsteraufbau und Polsterbezug

Als Grundpolsterung vernagelten wir einen neuen Federkorb auf den Einlegerahmen und deckten diesen mit einer Lage Jutegurte ab. Im nächsten Schritt schnitten wir eine Lage Juteleinen zu und tackerten diese auf den Einlegerahmen. Als zweite Polsterschicht schnitten wir Polsterschaum zu, positionierten den Einlegerahmen mit der Juteseite darauf und verklebten den Schaum mittels Sprühkleber. Die überstehenden Ränder des Polsterschaums  schnitten wir mit einem sehr scharfen Cuttermesser schräg zu. Hierbei ließen wir einen fingerbreiten Rand zum Einlegerahmen. Als vorletzte Polsterlage brachten wir Polsterwatte in Form und verklebten diese ebenfalls mit Sprühkleber sorgfältig auf dem Polsterschaum. Bei  dem anschließenden Zuschnitt ließen wir zum Einlegerahmen einen etwa vier Zentimeter breiten Rand. 

Als Polsterbezug verwendeten wir Struktur Glanzeffekt Polsterstoff Life Natur mit Fleckenschutz, ein besonders robuster und gut zu verarbeitender Stoff aus Polyester nach Ökotex-Standard 100. Der Stoff wurde nach Auflage des Polsters zugeschnitten. Die Befestigung des Stoffes erfolgte mittels Handtacker. Die Enden des Bezuges wurden umgeschlagen und an den gegenüber liegenden Seiten des Einlegerahmens zuerst oben und unten, dann links und rechts, jeweils mittig und auf Spannung befestigt. Zu den Enden hin wurde der Bezug gerade und faltenlos gespannt und fixiert. Für die Ecken wurde zunächst eine Seite des Bezuges bis an den Rand befestigt, das Ende der anderen Seite in eine saubere Falte gelegt und dann ebenfalls mit dem Tacker fixiert. Der überstehende Bezug wurde mit einem Cuttermesser abgeschnitten. Eine rückseitige Abdeckung aus hellem Baumwollstoff vollendete das Polsterwerk. 

Fazit

Stuhldesign

Durch das Entfernen der alten Lasur und den Einsatz von natürlichem Leinöl konnten wir die natürliche Schönheit der Holzmaserung wieder aufleben lassen. Der Einsatz einer hochwertigen Federpolsterung anstelle einer einfachen Gurtpolsterung bereicherten den Stuhl um einen deutlich gesteigerten und dauerhaften Sitzkomfort. Der naturfarbene und  gegen Schmutz und Flecken unempfindliche Bezugsstoff, bildet einen schönen Kontrast zu dem dunklen und geölten Holz. 

Stuhlform

Eine hohe Rückenlehne, kunstvoll verzierte Beine und filigrane Streben. Die geraden Linien und hoch aufgestellte Form strahlen eine ruhige und kunstvolle Erhabenheit aus. Ein Stuhl, der sich nicht zu verstecken braucht.  

 

Leistung


Sebastian Tuschel und Robert Fiedler
Sebastian Tuschel und Robert Fiedler

Stühle aus Holz sind unsere große Leidenschaft. Jeder Stuhl hat seine eigene Geschichte. Sie ist es wert, erhalten und weitererzählt zu werden. Wir glauben an den Werterhalt und die nachhaltige Nutzung von Bestehendem. Wir möchten Menschen das Angebot machen, mit uns nach einer wunderbaren Alternative zu blindem Wegwerfkonsum zu suchen und diese zu verwirklichen.

Vintage – vom Stuhl aufwärts
Tuschel & Fiedler
Florastraße 36
13187 Berlin

www.vintage-vom-stuhl-aufwaerts.de
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Wir stellen vor: ELISABETH CHRISTINE von Potsdam – königliches Holz

Stuhl Elisabeth Christine VORHER NACHHER

 

Filigrane Vertikalstreben und elegant geschwungene Horizontalstreben verleihen der leicht ausgestellten Rückenlehne eine vornehmen Note, die ihre Eleganz in den geradlinigen rückseitigen Stuhlbeinen fortsetzten. Die sich nach unten hin verjüngenden Vorderbeine mit verbreiterten Enden bieten dem fast quadratische Korpus eine anmutige Stütze. Das eingelassene Polster erhebt sich in dezenter Eleganz und ergänzt das ästhetische Gesamtbild.

Ausgangsbasis

Die Holzoberfläche war mit einer dunkeln Lasur überzogen, die Holzmaserung war noch erkennbar. An den vielen Stellen zeigten sich Schrammen, Kratzer und kleine Dellen, insgesamt die üblichen Abnutzungserscheinungen. Die Verbindungen der Stuhlelemente waren äußerst stabil, der Korpus war bereits mit hölzernen Eckverbindern fest verschraubt. Ein Stuhl für die Ewigkeit.

Der vorhandene klassische Polsterstoff zeigte zahlreiche Spuren der Vergangenheit. Die Polsterfüllung war nicht mehr intakt und bedurfte einer Erneuerung. Der Einlegerahmen war, zumindest äußerlich, solide und konnte für einen Neuaufbau des Polsters wiederverwendet werden. Eine echte Herausforderung.

Stuhldesign

Entwurf Stuhl
Entwurf Stuhl

Für diesen Stuhl haben wir uns, zusammen mit unseren Auftraggebern, für eine Kombination von geölten Holzelementen und lackierten Oberflächen entschieden. Wir haben mit den Farben türkis, anthrazit und lila einen einzigartigen Strukturlook erschaffen, mit geölten Holzelementen kombiniert und mit einem hellen naturfarbenen Leinenstoff als Bezugsstoff das ausgewogene Design ergänzt. Diese drei Designelemente sind optimal aufeinander abgestimmt und ergeben ein harmonisches Gesamtbild.

Aufarbeitung Stuhl

Die alte Lasur entfernten wir mit Deltaschleifer und Schleifpapier. Für die Freilegung des wunderschön gemaserten Holzes waren mehrere Schleifdurchgänge erforderlich. Kleinere Dellen und leichte Oberflächenschäden des Holzes konnten wir gezielt beseitigen. Größere Schäden ebneten wir durch den maßvollen Einsatz von Holzspachtelmasse ein. Durch den Einsatz von Schleifpapier in immer feineren Körnungen erreichten wir eine absolut glatte Holzoberfläche. Die zu ölenden Holzelemente haben wir mit Kreppband abgeklebt, um diese für die spätere Ölbehandlung während der Lackierung zu schützen.

Als Grundlackierung haben wir die Farbe anthrazit in einer dünnen Lackschicht aufgetragen. Nach der Trocknungszeit von etwa 48 Stunden wurde die Lackschicht für den nächsten Anstrich angeschliffen.

Im zweiten Durchgang trugen wir die Farbe türkis auf, um diese nach der erforderlichen Trocknungszeit für die letzte Lackschicht, wie zuvor, anschleifen. Mit der dritten und letzten Lackschicht vollendeten wir farbige Umsetzung und realisierten den eigentlichen strukturellen Look.

Hierzu wurden die Farben türkis, anthrazit und lila unter Anwendung verschiedener Lackier- und Wischtechniken zu einem harmonischen, einzigartigen und optisch strukturellen Look miteinander verschmolzen. Die lackierten Elemente wurden noch einmal vorsichtig mit Schleifpapier geglättet. Für die Fixierung der Farboberfläche trugen wir jeweils zwei Schichten matten Klarlack auf, den wir nach jeder Trocknungszeit von etwa 48 Stunden leicht anschliffen. Für die farbige Lackierung verwendeten wir PU-Acryllack und für den Klarlack eine seidenmatte Variante. Beide Lacke haben wir umweltschonend als lösemittelfreie und wasserverdünnbare Variante mit der Kennzeichnung des blauen Engels ausgesucht. 

Für die Veredelung der natürlich belassenen Holzelemente verwendeten wir kaltgepresstes 100% Bioleinöl. Mit einem Baumwollstoff trugen wir dieses wunderbare Öl in zwei Durchgängen auf die offenen Querverstrebungen an der Rückenlehne und Stuhlkorpus auf. Nach jedem Durchgang waren 24 Stunden Trocknungszeit erforderlich, um dem Holz die optimale Aufnahme des Öls zu ermöglichen.

Aufarbeitung Polster – Einlegerahmen

Der klassische Polsterstoff im floralen Design zeigte zahlreiche Spuren der Vergangenheit. Die alte Polsterfüllung war an verschiedenen Stellen durchgesessen. Die Federung bestand aus einer einfachen Gurtpolsterung, die ihre besten Zeiten hinter sich hatte. Wir entschlossen uns, alle Elemente, bis auf den Einlegerahmen, zu erneuern. Der Einlegerahmen wurde bis auf das blanke Holz entkernt. Hierbei haben wir alle alten Polsterelemente, wie Nägel, Gewebeband, alte Polsterfüllung und Bezugsstoff vorsichtig vom Einlegerahmen gelöst. An einer Ecke des Einlegerahmens war das Holz leider gesplittert. Hier konnten wir mittels Verleimung, Schraubzwingen und 24 Stunden Trocknungszeit den Einlegerahmen instandsetzen.

Durch die geringe Größte des Einlegerahmens und der gewünschten Polsterhöhe war der Einsatz einer Federpolsterung nicht möglich. Ursprünglich bestand die Gurtpolsterung nur aus einer einfachen kreuzförmige Gurtanordnung mit jeweils einem Gurt. Wir setzten auf die klassische Gurtpolsterung, die wir jedoch mit jeweils 2 Gurten horizontal und jeweils vertikal für das neue Polster verdoppelten und deutlich aufwerten konnten.

Wir verwendeten 70 mm breite Möbelgurte aus Jute und 13 mm lange Blaunägel. Zuerst wurden die Positionen der Gurte festgelegt und auf dem Einlegerahmen mit Bleistift markiert. Das erste Gurtende wurden um ein fingerbreites Stück Pappe umgeschlagen und im 3 zu 2 Formation auf den Rahmen genagelt (3 Nägel oben und 2 unten). Mit einem Gurtspanner wurde der Gurt dann an der markierten Stelle auf der gegenüberliegenden Seite auf Spannung mit 3 Nägel befestigt. Das Ende wurde mit einem fingerbreiten Abstand abgeschnitten, um ein weiteres Stück Pappe umgeschlagen und erneut mit 2 Nägel vernagelt. Alle weiteren Gurte wurden mit der gleichen Vorgehensweise befestigt, bei den quer liegenden Gurten jedoch durch die anderen Gurte verflochten. 

Als nächstes bauten wir das Polster neu auf. Hierzu spannten wir zunächst über die Polstergurte eine Lage Federleinen und befestigten diese nach einmaligem fixieren, zuschneiden und umschlage mittels Tacker. Auf dieser Lage Federleinen brachten wir den eigentlichen Polsterschaumstoff auf. Dieser wurde mittels Sprühkleber auf dem Federleinen fixiert und mit einem Cuttermesser sorgfältig schräg zum Einlegerahmen abgeschnitten. Die nun folgende Polsterwatte wurde ebenfalls mit einem Sprühkleber nach dem Ablüften auf den Polsterschaumstoff geklebt und an den Ränder zugeschnitten. Jetzt war das Polsterinnere aufgebaut und für den eigentlichen Polsterbezug vorbereitet.

Als Bezug haben wir uns für einen hellen und naturfarbenen Leinenstoff entschieden. Der Stoff wurde nach Auflage des Polsters in der erforderlichen Größe zugeschnitten. Die Befestigung des Stoffes erfolgte mittels Handtacker. Der Einlegerahmen wurde mit der Posterwatte auf den zugeschnittenen Stoff gelegt und für die nun folgende Polsterung positioniert. Die Enden des Bezuges wurden umgeschlagen und an den gegenüber liegenden Seiten des Einlegerahmens zuerst oben und unten, dann links und rechts, jeweils mittig und auf Spannung befestigt. Zu den Enden hin wurde der Bezug gerade und faltenlos gespannt und fixiert. Für die Ecken wurde zunächst eine Seite des Bezuges bis an den Rand befestigt, das Ende der anderen Seite in eine saubere Falten gelegt und dann ebenfalls mit dem Tacker fixiert. Der überstehende Bezug wurde abgeschnitten und die Rückseite des Einlegerahmens mit unserer Stoffabdeckung, die unser Logo trägt, abgedeckt und ebenfalls befestigt.

Fazit

Filigrane Vertikalstreben und elegant geschwungene Horizontalstreben verleihen der leicht ausgestellten Rückenlehne eine vornehmen Note, die ihre Eleganz in den geradlinigen rückseitigen Stuhlbeinen fortsetzten. Die sich nach unten hin verjüngenden Vorderbeine mit ihren verbreiterten Enden bieten dem fast quadratische Korpus eine anmutige Stütze. Das eingelassene Polster erhebt sich in dezenter Eleganz und ergänzt das ästhetische Gesamtbild.

Die edlen Kombination aus einem einzigartigen Struktur-Look in türkis, anthrazit, lila, geölten Holzelementen und einem traumhaften Polsterbezug lassen den kleinen und eleganten Stuhl als ästhetisches Meisterwerk neu erstrahlen.

 

Elisabeth Christine von Potsdam
Elisabeth Christine von Potsdam

Sebastian Tuschel und Robert Fiedler
Sebastian Tuschel und Robert Fiedler

Stühle aus Holz sind unsere große Leidenschaft. Jeder Stuhl hat seine eigene Geschichte. Sie ist es wert, erhalten und weitererzählt zu werden. Wir glauben an den Werterhalt und die nachhaltige Nutzung von Bestehendem. Wir möchten Menschen das Angebot machen, mit uns nach einer wunderbaren Alternative zu blindem Wegwerfkonsum zu suchen und diese zu verwirklichen.

Vintage – vom Stuhl aufwärts
Tuschel & Fiedler
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Wir stellen vor: JOHANN GOTTFRIED von Potsdam – geöltes Holz mit Schwung

Leistung  

 

Groß, erhaben, weiche Linien. Unser Stuhl mit der halbrunden Sitzfläche und kleiner Rückenlehne ist schon der Form halber ein echter Augenschmeichler und künstlerisch eine große Herausforderung.  Die leicht konisch verlaufenden Vorderbeine und leicht ausgestellten Hinterbeine bilden ein elegantes Gerüst für den halbrunden Korpus, in dem sich der Einlegerahmen samt Polster perfekt einbringen kann. Der harmonisch geformte Rückenbogen lässt auf beiden Seiten das wunderschön gemasterte helle Holz in sanft gerundeten und leicht abfallenden Armstützen münden. 

Ausgangsbasis

Der Stuhl in seinem Ausgangszustand war äußerst instabil. Fast alle Holzverbindungen waren lose, der alte Holzleim bereits in der Auflösung begriffen. Die Holzoberfläche war mit einer glänzenden Klarlackierung überzogen, die an vielen Stellen von Schrammen, Kratzern und Dellen durchzogen war. Teilweise war die Klarlackierung abgegriffen und nur noch rudimentär vorhanden.  

Der Polsterbezug war von den Zeichen der Zeit gekennzeichnet. Die vorhandene Polsterung war noch vorhanden, jedoch an einigen Stellen durchgesessen und ebenfalls nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Der strukturell solide Einlegerahmen  konnte für einen Neuaufbau des Polsters wiederverwendet werden. Das fehlende Rückenpolster konnte selbiges nur noch durch eine Reihe patinierter Polsternägel, Reste von Polsterpappe und Bezug bezeugen.

 

Stuhldesign

Entwurf Stuhl
Entwurf Stuhl

Für diesen Stuhl haben wir uns für ein überwiegend natürliches Holzdesign, ergänzt mit dezenten Farbakzenten, entschieden. Im Sinne des Cradle to Cradle Prinzips und unseren Ansprüchen an nachhaltige Materialien haben wir für das Holz eine Behandlung mit natürlichem Leinöl als hauptsächliche Oberflächenveredelung geplant. Die neue Polsterung mit einem silberfarbenen Polsterbezug bilden einen schönen Kontrast zu dem natürlichen Holzdesign.

Aufarbeitung Stuhl

Demontage, gelöster Holzleim

Demontierter Stuhl
Demontierter Stuhl

Im ersten Schritt demontierten wir den Stuhl in fast alle Einzelteile. Bis auf die Rückenlehne konnten wir alle Holzverbindungen mühelos voneinander lösen. Die Zapfen und entsprechenden Zapfenlöcher befreiten wir mittels Raspeln, Stechbeitel und Schleifpapier von dem alten teilweise spröden Holzleim. 

Lackreste, Neuverleimung und Vorbereitung

Die alte Klarlackierung entfernten wir mit Deltaschleifer und Schleifpapier. Für die Freilegung des  wunderschön gemaserten Holzes waren mehrere Schleifdurchgänge erforderlich. Alle Dellen und Schrammen, die sich großflächig auf der Holzoberfläche gezeigt hatten, konnten wir entfernen und einebnen. Durch den Einsatz von Schleifpapier in immer feineren Körnungen erreichten wir eine absolut glatte Holzoberfläche. 

Für die Neuverleimung legten wir die Reihenfolge der zu verleimenden Einzelkomponenten fest. Die eigentliche Neuverleimung erfolgte mit Ponal Express Weißleim. Mit Spanngurten und Schraubzwingen erreichten wir den notwendigen Anpressdruck, um alle verleimten Einzelteile optimal miteinander zu verbinden.

Neuverleimung Stuhl
Neuverleimung Stuhl

Für die Schraubzwingen verwendeten wir zusätzlich kleine Holzklötzchen als Zwischenlagen, um das Holz vor Beschädigungen zu schützen. Die Ausrichtung der Stuhlbeine und ein zusätzliches Gewicht ermöglichten den korrekten und wackelfreien Sitz aller Einzelteile, bis der Weißleim abgebunden hatte. Überschüssigen Leim entfernten wir sofort.

Farblackierung und Klarlack

Die zu lackierenden Holzelemente haben wir mit Kreppband vorbereitet, um die zu ölenden Holzbereiche vor Verunreinigungen während der folgenden Lackierarbeiten zu schützen. Als Grundlackierung haben wir die Farbe anthrazit in einer dünnen Lackschicht aufgetragen. Nach der Trocknungszeit wurde die Lackschicht für den nächsten Anstrich angeschliffen.

Im zweiten Durchgang trugen wir die Farbe türkis auf, um diese nach der erforderlichen Trocknungszeit für die letzte Lackschicht, wie zuvor, anschleifen. Mit der dritten und letzten Lackschicht vollendeten wir farbige Umsetzung und realisierten den eigentlichen strukturellen Look. Hierzu wurden die Farben türkis, anthrazit und lila unter Anwendung verschiedener Lackier- und Wischtechniken zu einem harmonischen, einzigartigen und optisch strukturellen Look miteinander verschmolzen. Die lackierten Elemente wurden noch einmal vorsichtig mit Schleifpapier geglättet. Für die Fixierung der Farboberfläche trugen wir jeweils zwei Schichten matten Klarlack auf, den wir nach jeder Trocknungszeit leicht anschliffen. Für die farbige Lackierung verwendeten wir PU-Acryllack und für den Klarlack eine seidenmatte Variante. Beide Lacke sind mit dem blauen Engel gekennzeichnet und erfüllen mit ihren lösemittelfreien und wasserverdünnbaren Eigenschaften unseren Anspruch an umweltschonende Materialien.

Für ein optimales Ergebnis räumten wir jeder Lackschicht (bunt und Klarlack) eine Trocknungszeit von etwa 48 Stunden ein.

Geöltes Holz mit natürlichem Leinöl

Für die Veredelung der natürlich belassenen Holzelemente verwendeten wir kaltgepresstes 100% natürliches Leinöl. Mit einem Baumwollstoff trugen wir dieses wunderbare Öl in zwei Durchgängen auf alle nichtlackierten Holzbereiche auf. Nach jeder Ölung waren 48 Stunden Trocknungszeit erforderlich, um dem Holz die optimale Aufnahme des Leinöls zu ermöglichen. Im Laufe der Trocknungszeit dunkelte das behandelte Holz nach, ein Prozess, der sich auch noch nach Wochen zeigen kann. Die natürliche Maserung des Holzes wird dabei betont und hervorgehoben.

Aufarbeitung Polster

Sitzpolster

Der Polsterbezug war von den Zeichen der Zeit gekennzeichnet. Die vorhandene Polsterung war noch vorhanden, jedoch an einigen Stellen durchgesessen und ebenfalls nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Der Einlegerahmen war strukturell solide und konnte für einen Neuaufbau des Polsters wiederverwendet werden. Das alte Polster ruhte auf einer dünnen, jedoch stabilen Sperrholzplatte, die an den Rändern rundherum mit dem Einlegerahmen vernagelt war und der besonderen Bogenform die notwendige Stabilität gab. Auf der Unterseite befand sich ein Aufdruck, den es zu erhalten galt. 

Der Einlegerahmen wurde bis auf das blanke Holz entkernt. Alle Elemente, wie Polsterbezug, Füllung, Nägel, und Sperrholzplatte wurden komplett entfernt. An einer Seite des Bogens war eine Zapfenverbindung etwas losgelöst, entsprechende Abhilfe schafften wir mittels sorgfältiger Verleimung  und Anpressdruck durch Schraubzwingen.

Polsteraufbau

Zuerst lackierten wir die Sichtseite der Sperrholzplatte und vernagelten diese wieder vollständig auf den Einlegerahmen.

Im nächsten Schritt schnitten wir eine Lage Juteleinen zu und befestigten diese auf den Einlegerahmen. Auf dieser Lage konnten wir das eigentliche Polster weiter aufbauen. Als zweite Polsterschicht schnitten wir Polsterschaum großzügig zu, positionierten den Einlegerahmen mit der Juteseite darauf und verklebten den Schaum mittels Sprühkleber. Die überstehenden Polsterschaumränder schnitten wir mit einem sehr scharfen Cuttermesser, einen fingerbreiten Rand lassend, schräg zu. Als vorletzte Polsterlage brachten wir Polsterwatte in Form und verklebten diese ebenfalls mit Sprühkleber sorgfältig auf dem Polsterschaum. Die überstehende Polsterwatte schnitten wir entlang der Polsterrundung akkurat zu. Hierbei ließen wir einen etwa vier Zentimeter breiten Rand.

Als Bezug haben wir uns für einen grauen Stoff mit silberfarbigen Ornamenten entschieden. Der Stoff wurde nach Auflage des Polsters zugeschnitten. Die Befestigung des Stoffes erfolgte mittels Handtacker. Die Enden des Bezuges wurden um den Einlegerahmen geschlagen und an den gegenüberliegenden Seiten des Einlegerahmens mittig oben und unten auf Spannung befestigt. An der geraden Seite habe wir zu den Enden hin den Bezug gerade und faltenlos gespannt und fixiert. An der Rundung haben wir uns von der Mitte jeweils zu den beiden Ecken durch Stoffspannung und Fixierung vorgearbeitet. Für die Ecken wurde zunächst eine Seite des Bezuges bis an den Rand befestigt, das Ende der anderen Seite in eine saubere Falten gelegt und dann ebenfalls mit dem Tacker fixiert. Der überstehende Bezug wurde abgeschnitten.

Die Rückseite des Einlegerahmens deckten wir mit einem hellen Stoff ab, der unser Logo trägt.

Rückenpolster

Für das abgestimmte und harmonische Gesamtdesign aus geöltem Holz und Türkisen struktureller Look haben wir uns bewusst gegen eine Erneuerung des Rückenpolsters entschieden. Die  alte Einfassung haben wir bei den umfangreichen Lackierarbeiten mit dem optisch strukturellen Look in türkis, anthrazit, lila und der Klarlackierung künstlerisch deutlich aufwerten können. Als zusätzliche Veredelung monierten wir Polsternägel in einem antiken Look, um den alten Charme des ursprünglichen Stuhls wieder einzufangen und zu unterstreichen. 

Fazit

Stuhldesign – natürliches Leinöl und Farblackierung

Stuhl Johann Gottfried
Stuhl Johann Gottfried

Wir haben die großzügigen Linien und weichen Rundungen des alten Stuhls in unserem neuen Stuhldesign aufgenommen. Hierbei war uns wichtig, das helle Holz nicht einfach wieder mit Klarlack zu verschließen, sondern die natürliche Schönheit der Holzmaserung durch die Behandlung mit natürlichem Leinöl herauszustellen. 

Als farbliche Ergänzung haben wir an den Stuhlbeinenden, der vorderen Rahmenstrebe und Einfassung des Rückenpolsters dezent eine türkise Lackierung umgesetzt. Diese Lackierung vereint die Farben anthrazit, lila und als dominierender Farbton türkis. In aufwändigen Arbeitsschritten haben wir diese drei Farben zu einem wundervollen strukturierten Look verschmolzen und zusätzlich mit einer matten Klarlackierung fixiert. 

Stuhl Johann Gottfried
Stuhl Johann Gottfried

Das neu aufgebaute und gestaltete Polster präsentiert stolz einen modernen grauen Stoffbezug und führt mit silberfarbigen Ornamenten die Rundungen des Stuhls perfekt weiter.

Stuhlform – halbrunde Harmonie

Groß, erhaben, weiche Linien. Unser Stuhl mit der halbrunden Sitzfläche und kleiner Rückenlehne ist schon der Form halber ein echter Augenschmeichler und künstlerisch eine große Herausforderung.  Die leicht konisch verlaufenden Vorderbeine und leicht ausgestellten Hinterbeine bilden ein elegantes Gerüst für den halbrunden Korpus, in dem sich der Einlegerahmen samt Polster perfekt einbringen kann. Der harmonisch geformte Rückenbogen lässt auf beiden Seiten das wunderschön gemaserte helle Holz in sanft gerundeten und leicht abfallenden Armstützen münden. 

 

Leistung  


Sebastian Tuschel und Robert Fiedler
Sebastian Tuschel und Robert Fiedler

Stühle aus Holz sind unsere große Leidenschaft. Jeder Stuhl hat seine eigene Geschichte. Sie ist es wert, erhalten und weitererzählt zu werden. Wir glauben an den Werterhalt und die nachhaltige Nutzung von Bestehendem. Wir möchten Menschen das Angebot machen, mit uns nach einer wunderbaren Alternative zu blindem Wegwerfkonsum zu suchen und diese zu verwirklichen.

Vintage – vom Stuhl aufwärts
Tuschel & Fiedler
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Wir stellen vor: MARGARETH von Pankow – Bioleinöl und silber

Margareth von Lichtenberg

Leistung  

Elegant ausgestellte Rückenlehne, filigrane Vertikalstreben und sich leicht verjüngende Beine. Ein außergewöhnlich schönes Stuhldesign aus dem letzten Jahrhundert. Wir haben das Potential sofort erkannt.

Ausgangsbasis

Die Ausgangsbasis war solide. Das Holz war nicht beschädigt und war mit einer dunklen Lasur behandelt. Auf der Oberfläche zeigten sich die üblichen Abnutzungserscheinungen, wie Kratzer, abgewetzte Stellen, Dellen und Schrammen auf. Beine, Rückenlehnen und Rahmen waren solide verbunden, wir stellten keine Lockerungen der Holzverbindungen fest. Eine Demontage und Neuverleimung war nicht erforderlich.

Der Polsterbezug befand sich in einem extrem abgenutzten Zustand. Der Einlegerahmen hatte die Zeit relativ gut überstanden. Die Zapfenverbindungen der Rahmen waren stabil, das Holz in seiner Grundsubstanz, bis auf optische Mängel, noch gut erhalten. Teile des Federkorbes befand sich bereits in der Auflösung, einige Federn und Federklammern waren bereits gebrochen. Die Polsterfüllungen war komplett in der Auflösung begriffen.

Wir hatten viel zu tun.

Stuhldesign

Wir haben uns entschieden, den Stuhl, inspiriert durch das Cradle to Cradle-Konzept, das wir bereits vorgestellt haben, aufzuarbeiten.

Aufarbeitung Stuhl

geschliffener Stuhl

Die alte Lasur entfernten wir mit Deltaschleifer und Schleifpapier. Aufgrund der Dicke der Lasurschicht waren mehrere Schleifdurchgänge erforderlich, um das wunderschön gemaserte Holz freizulegen. Durch den Einsatz verschiedener Schleifaufsätze und Schleifpapier in immer feiner werdenden Körnungen erreichten wir eine absolut glatte Holzfläche.

Stuhl beim Ölen
Stuhl beim Ölen

Für die Holzveredelung entschieden wir uns für kaltgepresstes 100% Bioleinöl. Mit einem Baumwollstoff trugen wir dieses wunderbare Öl in drei Durchgängen auf. Nach jedem Durchgang waren minimum 24 Stunden Trocknungszeit erforderlich, um dem Holz die optimale Zeit für die Aufnahme des Öls zu ermöglichen. Mit Schleifwolle beseitigten wir die letzten Unebenheiten der Holzfläche.

Aufarbeitung Polster

Das Polster befand sich in eine extrem abgewetzten Zustand. Wir entfernten den alten Polsterbezug, der in mehreren Schichten vorhanden war, Polsterfüllung und die alte Federung restlos bis auf das blanke Holz.

Als Grundpolsterung vernagelten wir einen neuen Federkorb auf den Einlegerahmen und deckten diesen mit einer Lage Federleinen ab. Das eigentliche Polster bauten wir durch eine Lage Polsterschaumstoff 20 mm Stärke und Polstervlies  auf. Diese Materialien wurden anhand der Maße des Einlegerahmens zugeschnitten und angepasst.

Schaumstoff, Polstervlies, Bezugsstoff
Schaumstoff, Polstervlies, Bezugsstoff

Als Bezug haben wir uns für einen eleganten silberfarbenen Ornamentstoff entschieden. Die Stoffe wurden nach Auflage der Polster zugeschnitten. Die Befestigung des Stoffes erfolgte mittels Handtacker. Die Enden des Bezuges wurden umgeschlagen und an den gegenüber liegenden Seiten des Einlegerahmens zuerst oben und unten, dann links und rechts, jeweils mittig und auf Spannung befestigt. Zu den Enden hin wurde der Bezug gerade und faltenlos gespannt und fixiert. Für die Ecken wurde zunächst eine Seite des Bezuges bis an den Rand befestigt, das Ende der anderen Seite in eine saubere Falten gelegt und dann ebenfalls mit dem Tacker fixiert. Der überstehende Bezug wurde mit einem Cuttermesser abgeschnitten.

Zum Schluss wurde die Rückseite des Einlegerahmens mit unserer Stoffabdeckung, inklusive unserem Logo, abgedeckt und ebenfalls befestigt.

Fazit

Margareth von Pankow

Durch das Entfernen der alten Lasur und den Einsatz von ökologisch konsequenten Bioleinöl konnten wir die natürliche Schönheit der Holzmaserung wieder herausarbeiten. Der Einsatz einer hochwertigen Federpolsterung mit neuen Federkörben konnten den ursprünglichen Sitzkomfort wieder herstellen. Die Ergänzung der geölten Holzmaserung mit einem eleganten silberfarbenen Ornamentstoff verleihen dem außergewöhnlich schönen Stuhl einen edlen Charakter.

Leistung


Sebastian Tuschel und Robert Fiedler
Sebastian Tuschel und Robert Fiedler

Stühle aus Holz sind unsere große Leidenschaft. Jeder Stuhl hat seine eigene Geschichte. Sie ist es wert, erhalten und weitererzählt zu werden. Wir glauben an den Werterhalt und die nachhaltige Nutzung von Bestehendem. Wir möchten Menschen das Angebot machen, mit uns nach einer wunderbaren Alternative zu blindem Wegwerfkonsum zu suchen und diese zu verwirklichen.

Vintage – vom Stuhl aufwärts
Tuschel & Fiedler
Florastraße 36
13187 Berlin

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Wir stellen vor: SALVADOR von Lichtenberg – gedremelter Kreuzschliff

Salvador von Lichtenberg

Leistung

 

Elegant geschwungene Rückenlehne, gradliniger Korpus, kunstvolle Streben. Ein ausnahmslos schönes und kultiviertes Design. 

Ausgangsbasis

Zerlegter Stuhl
Zerlegter Stuhl

Die Ausgangsbasis war einigermaßen solide. Das Holz wies keine Beschädigungen auf. Die Oberfläche war mit einer Schicht Klarlack überzogen und wies die üblichen Abnutzungserscheinungen, wie abgewetzte Stellen, Dellen und Schrammen auf. Der Stuhl war wackelig und bedurfte einer Instandsetzung durch Demontage und Neuverleimung.

 

Geleimter Stuhl
Geleimter Stuhl

Der Polsterbezug inklusive Einlegerahmen hatte rein äußerlich die Zeit einigermaßen gut überstanden. Das Polster selbst war in einem guten Zustand, jedoch bereits mehrfach bezogen. Die Federung und der Einlegerahmen waren noch gut erhalten. Für die alte Polsterfüllung entschlossen wir uns für einen Neuaufbau mit aktuellen Materialien. Wir hatten einiges zu tun.

 

Stuhldesign

Für den Stuhl haben wir uns für unser Farbkonzept Color vs C2C entschieden. Mit einer Kombination aus einem extremen Vintage-Look, strukturellen Oberflächen und natürlich belassenen Holzelementen haben wir aus einer wackeligen Sitzruine ein haptisches Meisterwerk erschaffen, das Kunst und Nachhaltigkeit neu interpretiert.

Aufarbeitung Stuhl

Die alte Klarlackierung entfernten wir mit Deltaschleifer und Schleifpapier. Aufgrund der Dicke der Lackschicht waren mehrere Schleifdurchgänge erforderlich, um das wunderschön gemaserte Holz freizulegen. Durch den Einsatz von verschiedenen Schleifpapieren mit 80er, 120er und 240er Körnungen erreichten wir eine absolut glatte Holzfläche.

Schritt 1: Grundlackierung

bunte Schwammtechnik

Im ersten Schritt für unser Vintage-Look realisierten wir die Grundlackierung. Hierfür lackierten wir mit reinweiß (Ral 9010) beide Stühle in jeweils 2 Durchgängen. Zwischen den Lackierarbeiten schliffen wir die Oberfläche an. Als nächste Lackschicht trugen wir mit einer Schwammtechnik vier miteinander harmonisierenden Farben (sonnengelb, hellgrün, blau und rot) auf. Wir erzeugten so eine strukturierte Oberfläche und eine Grundierung für die weitere Bearbeitung. Die zu ölenden Elemente haben wir mit Kreppband und Folien abgeklebt, um diese während den Lackierarbeiten zu schützen.

Schritt 2: gedremelter Kreuzschliff

Im nächsten Schritt bearbeiteten wir mit einem Dremel die bunte strukturelle Lackschicht. Hierfür wurde mit dem Dremel Teile der Lackschicht abgetragen, wobei wir ein strukturelles Schleifbild mit teilweise sich überlagernden Furchen erschufen. Das Ergebnis war ein gedremelter Kreuzschliff.

Schritt 3

Jetzt waren die Vorbereitungen für die eigentliche Lackierung abgeschlossen. Aus künstlerischen Gründen entschieden wir uns bei den Stühlen für verschiedene Lackiertechniken, um die Stühle in dezenter Variation voneinander zu jeweiligen Unikaten, jedoch  zueinander harmonisch, zu gestalten. 

Die im Schritt 2 gedremelte Oberfläche, die noch Reste der bunten Grundlackierung trug, veredelten wir mit den bereits verwendeten Farben mit einer Pinsel- und Wischtechnik zu einem extremen Vintage-Look.

Der Stuhl wurde nach der Trocknungszeit per Hand glatt geschliffen und anschliessend jeweils dreimal mit Glanzklarlack, sehr feinem Schleifpapier und Schleifwolle fertig gestellt. Zwischen jedem Lackiervorgang ließen wir jeweils 48 Stunden verstreichen, um dem Lack die optimale Trocknungszeit zu ermöglichen.

Salvador von Lichtenberg
Salvador von Lichtenberg

Für die Veredelung der unlackierten Querstreben entschieden wir uns für kaltgepresstes 100% Bioleinöl. Mit einem Baumwollstoff trugen wir dieses wunderbare Öl in zwei Durchgängen auf. Nach jedem Durchgang waren Minimum 24 Stunden Trocknungszeit erforderlich, um dem Holz die optimale Zeit für die Aufnahme des Öls zu ermöglichen. Mit Schleifwolle beseitigten wir die letzten Unebenheiten der Holzfläche.

Aufarbeitung Polster

Das Polster und der Einlegerahmen war in einem einigermaßen guten Zustand. Die Federung war leider nicht mehr zu gebrauchen und wurde durch einen neuen Federkorb ersetzt. Die Polsterfüllung war strukturell in Ordnung, dennoch entschlossen wir uns für einen kompletten Neuaufbau. 

Für die Polsterung überspannten wir zuerst die Federung mit einer Lage Federleinen ab, um den Federkorb inklusive Einlegerahmen abzudecken. Das eigentliche Polster bauten wir durch eine Lage Polsterschaumstoff 20 mm und Polstervlies auf. Diese Materialien wurden anhand der Maße des Einlegerahmens zugeschnitten und angepasst. Als Bezug haben wir uns für einen Leinenstoff entschieden. Der Stoff wurde nach Auflage des Polsters zugeschnitten. Die Befestigung des Stoffes erfolgte mittels Handtacker. Die Enden des Bezuges wurden umgeschlagen und an den gegenüber liegenden Seiten des Einlegerahmens zuerst oben und unten, dann links und rechts, jeweils mittig und auf Spannung befestigt. Zu den Enden hin wurde der Bezug gerade und faltenlos gespannt und fixiert. Für die Ecken wurde zunächst eine Seite des Bezuges bis an den Rand befestigt, das Ende der anderen Seite in eine saubere Falten gelegt und dann ebenfalls mit dem Tacker fixiert. Der überstehende Bezug wurde mit einem Cuttermesser abgeschnitten.

Zum Schluss wurde die Rückseite des Einlegerahmens mit unserer Stoffabdeckung, inklusive unserem Logo, abgedeckt und ebenfalls befestigt.

Fazit

Salvador von Lichtenberg
Salvador von Lichtenberg

Mit einer Kombination aus einem extremen Vintage-Look, strukturellen Oberflächen und natürlich belassenen Holzelementen haben wir aus einer wackeligen Sitzruine ein haptisches Meisterwerk erschaffen, das Kunst und Nachhaltigkeit neu interpretiert. Mit dem Einsatz von ökologisch konsequenten Bioleinöl haben wir bei den Holzelementen die natürliche Schönheit der Maserung herausarbeitet. 

 

 

Leistung

 


Sebastian Tuschel und Robert Fiedler
Sebastian Tuschel und Robert Fiedler

Stühle aus Holz sind unsere große Leidenschaft. Jeder Stuhl hat seine eigene Geschichte. Sie ist es wert, erhalten und weitererzählt zu werden. Wir glauben an den Werterhalt und die nachhaltige Nutzung von Bestehendem. Wir möchten Menschen das Angebot machen, mit uns nach einer wunderbaren Alternative zu blindem Wegwerfkonsum zu suchen und diese zu verwirklichen.

Vintage – vom Stuhl aufwärts
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Florastraße 36
13187 Berlin

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Wir stellen vor: HANNES von der Havel – Türkis und Holz

Leistung

Die geschwungenen und markanten Querverstrebungen verleihen der nach oben hin leicht ausgestellten Rückenlehne eine dezente Eleganz. Der klassische Korpus wird durch klare Linien definiert und ergänzt das ästhetische Gesamtbild. Mit der edlen Kombination aus einem einzigartigen Strukturlook in türkis, anthrazit, lichtgrau, lila und geölten Holzelementen haben wir dem ursprünglichen Stuhl ein elegantes und ästhetisches Äußeres ermöglicht.

Ausgangsbasis:

Der Stuhl in seinem Ausgangszustand war solide. Die Oberfläche war mit einer Lasur überzogen, die Holzmaserung war erkennbar. An den vielen Stellen zeigten sich Schrammen, Kratzer und kleine Dellen, insgesamt die üblichen Abnutzungserscheinungen. Die Verbindungen der Stuhlelemente waren alle stabil.
Das Polster war extrem abgewetzt und an vielen Stellen stark verunreinigt. Die vorhandene Federung war intakt, jedoch mit einfachen Mitteln instand gesetzt. Die Polsterfüllungen war einigermaßen formstabil. Der Einlegerahmen war strukturell solide und konnte für einen Neuaufbau des Polsters wieder verwendet werden.

Stuhldesign: Türkis und Holz

Für diesen Stuhl haben wir uns, wie bei BELLINO von Lichtenberg, für unser Farbkonzept Color vs C2C entschieden. Wir haben mit den Farben türkis, anthrazit, lichtgrau und lila einen einzigartigen Strukturlook erschaffen und mit geölten Holzelementen ergänzt. Der helle Leinenstoff des Polsters schafft, jeweils passend zur Farbe und geöltem Holz, eine optimale Verbindung zu beiden Designelementen.

Aufarbeitung Stuhl:

Die alte Lasur entfernten wir mit Deltaschleifer und Schleifpapier. Für die Freilegung des wunderschön gemaserten Holzes waren mehrere Schleifdurchgänge erforderlich. Durch den Einsatz verschiedener Schleifpapier-Körnungen erreichten wir eine absolut glatte Holzoberfläche. Die zu ölende Holzelemente haben wir mit Kreppband und Folien abgeklebt, um den Schutz für die spätere Ölbehandlung während der Lackierung sicherzustellen.

Als Grundlackierung haben wir die Farbe anthrazit in Form von PU-Acryllack (wasserverdünnbar) in einer Lage aufgetragen. Nach der Trocknungszeit von etwa 48 Stunden wurde die Lackschicht für den nächsten Anstrich angeschliffen. Im zweiten Durchgang trugen wir die Farbe türkis auf, um diese nach der erneuten Trocknungszeit erneut anzuschleifen. Mit der dritten und letzten farbigen Lackschicht realisierten wir den eigentlichen strukturellen Look. Hierzu wurden die Farben türkis, anthrazit, lichtgrau und lila unter Anwendung verschiedener Lackier- / und Wischtechniken zu einem harmonischen, einzigartigen und optisch strukturellen Look miteinander verschmolzen. Die lackierten Elemente wurden noch einmal vorsichtig mit Schleifpapier geglättet. Für die Fixierung der Farboberfläche trugen wir jeweils zwei Schichten matten Klarlack auf, den wir nach jeder Trocknung leicht anschliffen.

Für die Veredelung der natürlich belassenen Holzelemente verwendeten wir kaltgepresstes 100% Bioleinöl. Mit einem Baumwollstoff trugen wir dieses wunderbare Öl in drei Durchgängen auf die offenen Querverstrebungen am Stuhlrücken auf. Nach jedem Durchgang waren Minimum 24 Stunden Trocknungszeit erforderlich, um dem Holz die Zeit zugeben, das Öl aufzunehmen.

Aufarbeitung Polster:

Das Polster war extrem abgewetzt und an vielen Stellen stark verunreinigt. Der alte Polsterstoff war genagelt und mit Gewebeband für Polster zusätzlich fixiert. Die vorhandene Federung war intakt, jedoch mit einfachen Mitteln instand gesetzt. An vier Seiten waren die alten Federn mit einfachen Baumwollstricken, anstelle der üblichen Ketten, in Form gebracht. Die Polsterfüllungen war einigermaßen formstabil, jedoch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Wir entschlossen uns, alle Elemente, bis auf den Einlegerahmen, zu erneuern.
Der Einlegerahmen wurde bis auf das blanke Holz entkernt. Alle Elemente, wie Nägel, Gewebeband, alter Federkorb und Füllung wurden komplett entfernt. An einer Seite haben wir den Einlegerahmen neu verleimt.

Als Grundpolsterung vernagelten wir einen neuen Federkorb auf den Einlegerahmen und deckten diesen mit einer Lage Federleinen und Jutegurte ab. Das eigentliche Polster bauten wir durch eine Lage Polsterschaumstoff 20 mm Stärke und Polstervlies auf. Beide Materialien wurden anhand der Maße des Einlegerahmens zugeschnitten und angepasst.

Als Bezug haben wir uns für einen hellen Leinenstoff entschieden. Der Stoff wurde nach Auflage des Polsters zugeschnitten. Die Befestigung des Stoffes erfolgte mittels Handtacker. Die Enden des Bezuges wurden umgeschlagen und an den gegenüber liegenden Seiten des Einlegerahmens zuerst oben und unten, dann links und rechts, jeweils mittig und auf Spannung befestigt. Zu den Enden hin wurde der Bezug gerade und faltenlos gespannt und fixiert. Für die Ecken wurde zunächst eine Seite des Bezuges bis an den Rand befestigt, das Ende der anderen Seite in eine saubere Falten gelegt und dann ebenfalls mit dem Tacker fixiert. Der überstehende Bezug wurde abgeschnitten.

Zum Schluss wurde die Rückseite des Einlegerahmens mit unserer Stoffabdeckung, inklusive unserem Logo, abgedeckt und ebenfalls befestigt.

Fazit:

Die geschwungene und markanten Querverstrebungen verleihen der nach oben hin leicht ausgestellten Rückenlehne eine dezente Eleganz. Der klassische Korpus wird durch klare Linien definiert und ergänzt das ästhetische Gesamtbild. Mit der edlen Kombination aus einem einzigartigen Strukturlook in türkis, anthrazit, lichtgrau, lila und geöltem Holz haben wir aus dem ursprünglichen Stuhl ein elegantes und ästhetisches Meisterwerk erschaffen.
Durch die Kombination des eingesetzten ökologisch konsequenten Bioleinnöls und umweltschonender Lackierung (PU-Lack wasserverdünnbar) konnten wir diesen Stuhl ebenso nachhaltig wie außergewöhnlich schön gestalten.

Leistung

Nachtrag:

HANNES war eine Auftragsarbeit und ist leider nicht mehr verfügbar. Der neue Besitzer hat einen einmalig schönen Stuhl erhalten und wir wünschen viel Freude.


Sebastian Tuschel und Robert Fiedler
Sebastian Tuschel und Robert Fiedler

Stühle aus Holz sind unsere große Leidenschaft. Jeder Stuhl hat seine eigene Geschichte. Sie ist es wert, erhalten und weitererzählt zu werden. Wir glauben an den Werterhalt und die nachhaltige Nutzung von Bestehendem. Wir möchten Menschen das Angebot machen, mit uns nach einer wunderbaren Alternative zu blindem Wegwerfkonsum zu suchen und diese zu verwirklichen.

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Wir stellen vor: BELLINO von Lichtenberg – Türkis und Holz

Bellino von Lichtenberg

Leistung

Eine mondän ausgestellte Rückenlehne mit kunstvollen Details, geschwungene Beine und ein geradliniger Korpus. Unser Stuhl aus Lichtenberg strahlt Eleganz und künstlerische Feinheiten aus. Mit der Kombination aus einem mehrfarbigen und einzigartigen Struktur-Look in türkis und geölten Holzelementen haben wir aus dem ursprünglichen Stuhl ein harmonisches und ästhetisches Meisterwerk erschaffen

Ausgangsbasis

Der Stuhl in seinem Ausgangszustand war solide. Die Oberfläche war mit einer Klarlackschicht überzogen. An den üblichen Stellen (Rückenlehne, Außenseite Beine) zeigten sich Schrammen, Kratzer und kleine Dellen, insgesamt die üblichen Abnutzungserscheinungen. Die Verbindungen der Stuhlelemente waren alle stabil und wiesen keine Wackelbewegungen auf. Das Polster war extrem abgewetzt und durchgesessen. Die einfache Federung aus Wellenfedern verrichtete nur noch leidlich ihren Dienst. Die Polsterfüllungen hatte ihre besten Zeiten hinter sich und befand sich bereits in der Auflösung. Der Einlegerahmen war hingegen noch stabil und konnte wieder verwendet werden. Wir hatten viel zu tun.

Stuhldesign

Für diesen Stuhl haben wir uns für unser Farbkonzept Color vs C2C entschieden. Mit einer Kombination aus türkis, dezentem anthrazit kombiniert mit geölten Holzelementen strahlt dieses ästhetische Meisterwerk eine edle und harmonische Aura aus. 

Aufarbeitung Stuhl

Abschliff
Abschliff

Die alte Klarlackierung entfernten wir mit Deltaschleifer und Schleifpapier. Aufgrund der Dicke der Lackschichten waren mehrere Schleifdurchgänge erforderlich, um das wunderschön gemaserte Holz freizulegen. Durch den Einsatz verschiedener Schleifpapier-Körnungen erreichten wir eine absolut glatte Holzoberfläche. Das zu ölende Holzelement haben wir mit Kreppband und Folien abgeklebt, um den Schutz für die spätere Ölbehandlung während der Lackierung sicherzustellen.

Als Grundlackierung haben wir die Farbe türkis in Form von PU-Acryllack (wasserverdünnbar) in zwei Lagen aufgetragen. Nach der Trocknungszeit von jeweils etwa 48 Stunden wurde die Lackschicht für den nächsten Anstrich angeschliffen. Nach der zweiten Lackschicht konnten wir den eigentlichen strukturellen Look realisieren. Hierzu wurden die Grundlackierung und die Farben Anthrazit, Brombeere, lichtgrau und türkis unter Anwendung verschiedener Lackier- / und Wischtechniken zu einem harmonischen und einzigartigen optisch strukturellen Look verschmolzen. Als letzter Arbeitsschritt wurden die lackierten Elemente noch einmal vorsichtig mit Schleifpapier geglättet.

Für die Veredelung der natürlich belassenen Holzelemente entschieden wir uns für kaltgepresstes 100% Bioleinöl. Mit einem Baumwollstoff trugen wir dieses wunderbare Öl in drei Durchgängen auf. Nach jedem Durchgang waren Minimum 24 Stunden Trocknungszeit erforderlich, um dem Holz die Zeit zugeben, das Bioleinöl aufzunehmen. Mit Schleifwolle wurde die letzten Unebenheiten beseitigt.

Aufarbeitung Polster

Das Polster beinhaltete eine einfache Federung aus Wellenfedern und befand sich in einem extrem abgewetzten Zustand.  Der Bezugsstoff, die einfache Polsterfüllung und die teilweise gebrochenen  Wellenfedern wurden vom Einlegerahmen gelöst und fachgerecht entsorgt. Der Einlegerahmen selbst war stabil und konnte wieder verwendet werden.

Als Grundpolsterung vernagelten wir einen neuen Federkorb auf den Einlegerahmen und deckten diesen mit einer Lage Jutegurte und Federleinen ab. Das eigentliche Polster bauten wir durch eine Lage Polsterschaumstoff 20 mm Stärke und Polstervlies  auf. Diese Materialien wurden anhand der Maße des Einlegerahmens zugeschnitten und angepasst.

Als Bezug haben wir uns für einen hellen Stoff entschieden. Der Stoff wurde nach Auflage des Polsters zugeschnitten. Die Befestigung des Stoffes erfolgte mittels Handtacker. Die Enden des Bezuges wurden umgeschlagen und an den gegenüber liegenden Seiten des Einlegerahmens zuerst oben und unten, dann links und rechts, jeweils mittig und auf Spannung befestigt. Zu den Enden hin wurde der Bezug gerade und faltenlos gespannt und fixiert. Für die Ecken wurde zunächst eine Seite des Bezuges bis an den Rand befestigt, das Ende der anderen Seite in eine saubere Falten gelegt und dann ebenfalls mit dem Tacker fixiert. Der überstehende Bezug wurde mit einem Cuttermesser abgeschnitten.

Zum Schluss wurde die Rückseite des Einlegerahmens mit unserer Stoffabdeckung, inklusive unserem Logo, abgedeckt und ebenfalls befestigt.

Fazit

Mit der Kombination aus einem optisch strukturellen Look und geölten Holzelement haben wir aus dem ursprünglichen Stuhl ein ästhetisches und harmonisches Stuhldesign ermöglicht. Die natürliche Schönheit des sichtbaren Holzelements mit den in der Lehne erhaltenen Details und das optisch strukturelle türkis bilden komplementäre und harmonische Designelemente. Durch die Kombination des eingesetzten ökologisch konsequenten Bioleinnöls und umweltschonender Lackierung (PU-Lack konnten wir diesen Stuhl ebenso nachhaltig wie außergewöhnlich neu gestalten. 

 

 

Leistung

Nachtrag:

BELLINO hat bereits einen neuen Besitzer gefunden und ist leider nicht mehr verfügbar.


Sebastian Tuschel und Robert Fiedler
Sebastian Tuschel und Robert Fiedler

Stühle aus Holz sind unsere große Leidenschaft. Jeder Stuhl hat seine eigene Geschichte. Sie ist es wert, erhalten und weitererzählt zu werden. Wir glauben an den Werterhalt und die nachhaltige Nutzung von Bestehendem. Wir möchten Menschen das Angebot machen, mit uns nach einer wunderbaren Alternative zu blindem Wegwerfkonsum zu suchen und diese zu verwirklichen.

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Sach- und Lackgeschichten – Teil 3: Einlegerahmen und Polsterbezug

Sach-Lackgeschichten, Teil 3

Im letzten Teil der handwerklichen Reihe der Sach- und Lackgeschichten haben wir Euch die Neuverleimung, kreative Farbgestaltung und vielschichtige Altpolsterung näher gebracht. Heute geht es in den Endspurt, der Stuhl wird in ein Kunstwerk verwandelt. Und Ihr könnt dabei sein. Viel Spaß. 

9. Gurtbespannung neu aufbauen

Unser Einlegerahmen war nun komplett entkernt und bereit für das neue Polster. 

Als ersten Schritt wurden die Gurte neu verlegt. Wir verwendeten 70 mm breite Möbelgurte aus Jute und 13 mm lange Blaunägel. Zuerst wurden die Positionen der Gurte festgelegt und auf dem Einlegerahmen mit Bleistift markiert. Das erste Gurtende wurden um ein fingerbreites Stück Pappe umgeschlagen und im 3 zu 2 Formation auf den Rahmen genagelt (3 Nägel oben und 2 unten). Mit einem Gurtspanner wurde der Gurt dann an der markierten Stelle auf der gegenüberliegenden Seite auf Spannung mit 3 Nägel befestigt. Das Ende wurde mit einem fingerbreiten Abstand abgeschnitten, um ein weiteres Stück Pappe umgeschlagen und erneut mit 2 Nägel vernagelt. Alle weiteren Gurte wurden mit der gleichen Vorgehensweise befestigt, bei den quer liegenden Gurten jedoch durch die anderen Gurte verflochten. 

Hat man den Bogen erst raus, ist das Verlegen neuer Gurte fast ein Kinderspiel. In jedem Fall ist ein Gurtspanner unverzichtbar. 

10. Polster neu aufbauen

Als nächster Schritt bauten wir die Polsterung komplett neu auf. Wir verwendeten folgende Zutaten: Juteleinen, Schaumstoff 20 mm stark, weiße Polsterwatte, Bezugsstoff (Kunstleder) und  eine Stoffabdeckung für die Rückseite, Schneiderschere, Cuttermesser (scharf), Handtacker, Sprühkleber, viel Geduld und Ausdauer.

Einlegerahmen mit und ohne Leinen
Einlegerahmen mit und ohne Leinen

Zuerst legten wir das Juteleinen in einer Lage zurecht und legten den Einlegerahmen als Schablone drauf. Dann schnitten wir das Leinen zurecht und ließen jedoch einen etwa 2 bis 3 Zentimeter großen Rand über. Das Leinen legten wir auf die Gurtseite des Einlegerahmens, schlugen die überstehenden Seiten um und tackerten die Seiten zwischen den Gurten fest.

Zuschnitt Polsterschaumstoff
Zuschnitt Polsterschaumstoff

Als nächsten Schritt positionierten wir den Einlegerahmen mit der Leinenseite mittig auf dem Schaumstoff. Mit dem Sprühkleber wurden Schaumstoff und das Juteleinen eingesprüht und beides nach einer Abluftzeit (5-10 Minuten) miteinander verklebt. Der überstehende Schaumstoff wurde mit einem Cuttermesser abgeschnitten. Hierbei war zu beachten, die Klinge beim Schneiden schräg an den Rahmen zu halten, so das ein etwa 1-2 Zentimeter breiter Schaumstoffrand übrig blieb.

Polsterwatte zugeschnitten
Polsterwatte zugeschnitten

Als letzte Polsterschicht folgte die Polsterwatte. Der Rahmen mit Schaumstoff wurde ebenfalls auf der Polsterwatte positioniert und mit einem etwa 4 bis 5 Zentimeter Zentimeter Rand lassend, zugeschnitten. Die Schaumstoffseite sprühten wir mit Sprühkleber ein und klebten die Polsterwatte nach der vorgeschriebenen Abluftzeit auf. 

Das Polster war soweit fertig. Es folgte die Königsdisziplin: das Polstern.

11. Neuer Polsterbezug und Rückseite

Für unseren Stuhl hatten wir uns, als optisch perfekte Ergänzung zum Pastellblau, weißes Kunstleder entschieden.

Für den Zuschnitt diente der nun gepolsterte Einlegerahmen als Schablone. Das Kunstleder schnitten wir mit einer Schneiderschere mit einem großzügigen Rand zu. Jetzt begann die Vereinigung von Bezug und Polster. Wie aufregend.

Polstern mit Kunstleder
Polstern mit Kunstleder

Für die weiteren Arbeitsschritte war ein sauberer Untergrund erforderlich. Das Kunstleder legten wir mit der Rückseite nach oben auf und legten den Einlegerahmen mit der Schaumstoffseite darauf. Die überstehenden Enden wurden um den Einlegerahmen umgeschlagen und mit an den beiden parallelen Seiten oben und unten jeweils mittig getackert. Wir achteten darauf, das der Bezug unter Spannung befestigt wurde. Auf der linken und rechten Seite wurden ebenfalls die Enden des Bezuges umgeschlagen und mittig getackert. Jetzt war der Bezug an vier Seiten fixiert.

Für die Ecken wurde zunächst die überstehende Polsterwatte abgeschnitten. Dann spannten wir eine Seite des Bezuges faltenlos und tackerten diese bis zum Rand des Einlegerahmens. Das Ende der anderen Seite spannten und befestigten wir in der gleichen Vorgehensweise, ließen jedoch zum Ende eine Lücke für die folgende Falte übrig. Den nun überstehenden Bezugs legten wir sorgfältig in eine saubere Falten befestigten diese. Die anderen Seiten und Ecken wurden in der gleichen Vorgehensweise gelegt und befestigt. Den überstehende Bezug entfernte wir vorsichtig mit einem Cuttermesser.

Zum Schluss deckten wir die Rückseite des Einlegerahmens mit an den Rändern umgenähten Stoff ab. Dieser wurde sorgfältig aufgelegt und mittels Tacker befestigt. Der Stoff überdeckte die Befestigungen des umgeschlagenen Bezugsstoffes. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das weiße Kunstleder harmoniert mit dem zarten pastellblau und das durchscheinende hellelfenbein verleiht dem Stuhl einen edlen Charakter. 

In der folgenden Zusammenfassung haben wir alle Schritte noch einmal aufgeführt und verlinkt. 

Zusammenfassung

  1. Ausgangsbasis
  2. Demontage
  3. Entfernung Lasur-/ und Leimreste
  4. Neue Dübel
  5. Neuverleimung
  6. Spachteln und Schleifen
  7. Lackieren und Schleifen
  8. Altbezug, Polster und Gurte demontieren
  9. Gurtbespannung neu aufbauen
  10. Polster neu aufbauen
  11. Neu Polsterbezug und Rückseite

 

 


Sebastian Tuschel und Robert Fiedler
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Stoffe, Polster und Flashlight – Endspurt in Panketal

Heute bringen wir unsere zweite Stuhlgeneration zum Abschluss. Wir haben uns gestern in dem Stofflager KUNST-STOFFE mit einer umfangreichen Ladung wunderschöner Stoffe eingedeckt, die wir heute zu neuen Polstern verarbeiten wollen. Zusätzlich werden wir in einer Fotosession die neuen Stuhlschätze in rechte (Blitz)Licht und Bild setzen.

Nachtrag – Endspurt, Polster und Stühle

Den heutigen Tag starteten wir im schönen Panketal mit einem Riesenberg an Polstermaterialien und unserer zweiten Stuhlgeneration. Die eigentlichen Holzarbeiten, wie schleifen, lackieren und ölen waren zum größten Teil abgeschlossen. Jetzt fehlten nur noch die neuen Polster, um unsere neuen Stühle in neue künstlerische Hochebenen zu katapultieren. Unsere gestrige Stoffauswahl im Stofflager beinhaltete ein umfangreiches Potpourri an interessanten und zukünftigen Polsterbezügen verschiedenster Farben, Materialien und Gewebearten.

Alle Stoffe unterwarfen wir mit der Adaption für unsere Polsterbezüge dem schönen Konzept des Upcycling, da wir die verwendeten Materialien allesamt über den Verein KUNST-STOFFE (Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien – e.V.) erworben haben. Der Verein der Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien mit Sitz in Berlin-Pankow hat sich der kreativen Weiterverwendung von Rohstoffen verschrieben. Über verschiedene inhaltliche Schwerpunkte, wie Abfallvermeidung, Kulturentwicklung und Kreativitätsförderung, werden Materialreste wie Holz, Metall, Textilien und andere Reststoffe gesammelt und kreativen Menschen zur Umsetzung künstlerischer Projekte zur Verfügung gestellt. Und wir finden, wir passen mit unserem Projekt inhaltlich und künstlerisch wunderbar dazu.

Aus unserem nun unfangreichen Stofflager trafen wir eine Vorauswahl als mögliche Polsterbezüge. Als nächsten Schritt legten wir die endgültigen Stoffe für jeden Stuhl fest. Die erfolgreichen Stoffe schnitten wir in den benötigten Polstermaßen zu. Jetzt konnte die Polsterproduktion beginnen.

Wie wir die Polster im Detail aufgebaut haben, welche Polstermaterialien wir genommen haben und warum unsere Polster die perfekte künstlerische Erfüllung zu unseren Stühlen sind, könnt ihr in den detaillierten Lebensläufen zu unseren Stühlen erfahren, die wir in Kürze in unserem Blog und Stuhlübersicht veröffentlichen. Seit gespannt.

Ein riesiger Dank geht an unsere tollen Gastgeber, die uns wieder kulinarisch, örtlich und zeitlich wieder genial unterstützt haben. Einfach Klasse.

Bilanz des heutigen Tages:

  • Einlegerahmen entkernt
  • Polster aufgebaut und neu bezogen
  • Produktfotos

 


Sebastian Tuschel und Robert Fiedler
Sebastian Tuschel und Robert Fiedler

Stühle aus Holz sind unsere große Leidenschaft. Jeder Stuhl hat seine eigene Geschichte. Sie ist es wert, erhalten und weitererzählt zu werden. Wir glauben an den Werterhalt und die nachhaltige Nutzung von Bestehendem. Mit unserer Leidenschaft möchten wir Menschen ermutigen und begeistern, sich kreativ und handwerklich zu verwirklichen.

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Jahresabschluss mit Rückblick. Wir sagen vielen Dank.

Vintage - vom Stuhl aufwärts

Das Jahr neigt sich dem Ende und wir blicken auf viele Ereignisse und Eindrücke unseres großartigen Projektes zurück. Mit dem heutigen Blogbeitrag beenden wir das ereignisreiche Jahr und möchten uns mit einem zusammenfassenden Rückblick bei unseren Familien, Freunden, Partnern, Begleitern und Kritikern für die tolle Unterstützung bedanken.

APRIL

Idee und Gründung

Im sommerlichen April starteten wir mit einer einzigartigen Idee. Mit großem Enthusiasmus und zwei Stühlen gründeten wir unser außergewöhnliches Projekt, das uns bis heute fesselt und begeistert. Unsere Gründungsurkunde hielten wir auf einem Pizzakarton fest.

staendige vertretung in berlin
Fotoaufnahme in Berlin Mitte Ecke Friedrichstrasse

Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erschien.

Albert Einstein

MAI

3 Tage Durchstarten mit Stühlen

Im schönen Panketal nahmen wir die ersten umfangreichen handwerklichen Aufgaben in Angriff. Mit unserer ersten Generation Stühle richteten wir uns drei Tage in der väterlichen Tuschel-Garage in Panketal ein und arbeiteten unsere Stühle zu außergewöhnlichen Kunstwerken auf. Wir waren sehr erfolgreich und haben eine Menge gelernt. Wir machten uns mit neuen Techniken vertraut und konnten unsere Arbeitsprozesse deutlich verbessern. Einen riesengroßen Dank geht an unsere großartigen Gastgeber, die sich kulinarisch perfekt um unser Wohlergehen gekümmert haben.

Robert und Sebastian in Panketal
Robert und Sebastian in Panketal

 

Juni

Neue Stühle, Endspurt, Logo und digitaler Spatenstich

Fleißig wie die Bienen arbeiteten wir unter perfekten, sommerlichen Wetterbedingungen munter an der Fertigstellung unserer Stühle. Mit einer ungeplanten Neuaufnahme einiger hilfsbedürftiger Sitzgelegenheiten konnten wir unseren künstlerischen Umfang sogar um ein paar Exemplare erweitern. Handwerklich passten wir unseren Fertigungsprozess dank stark ansteigender Lernkurve in Hinblick auf Effizienz weiter an. Mit Festlegung unseres Logos, grundlegendes Gesamtdesign und Entwurf unserer Webseite legten wir den ersten digitalen Spatenstich für unsere Onlinepräsenz.

JULI

Pilznudelpfanne, Flyer, Wickelfalz und Durchstarten mit Stühlen Teil 2

Juli war eine echte Herausforderung. Wir hatten in diesem sommerlichen Monat eine Riesentüte Aufgaben zu bewältigen und es hat einen Heidenspaß gemacht.

Der Beginn machte die Instandsetzung einiger besonders maroder Stühle. Gebrochene Dübelverbindungen und tiefe Holzbeschädigungen meisterten wir wie alte Hasen. Einfach Klasse. Wir entdeckten hellelfenbein als außergewöhnlich schöne und völlig unterschätzte Farbe. Unsere Webseite ging online und wir starteten unseren Blog. Zusätzlich eröffneten wir mit Kanälen auf TwitterInstagram und Facebook unsere Social Media Präsenz, um unser großartiges Projekt zu begleiten. Google+ und Pinterest sollten folgen. Als nächste Herausforderung konnten wir uns hervorragend mit der Nähmaschine anfreunden und unsere Sitzbezüge und rückseitigen Polsterabdeckungen selbst herstellen. Unsere Abdeckungen wurden mit unserem Logo in schwarz weiß zu einem optischen Highlight.

Ein abendliches Meeting, kombiniert mit einer ausgezeichneten Pilznudelpfanne (Rezept gibt es auf Anfrage) und einem aufregenden Fotoshooting resultierten in umfangreichen inhaltlichen Festlegungen unserer Webseite und ausführliche Planungen zum ersten Markttermin. Ebenfalls erstellten wir den erste Entwurf zu unserem Flyer. Wer jetzt denkt, damit war in diesem Monat Schluss, sollte noch einmal Luft holen und sich anschnallen. Als nächstes starteten wir im schönen Panketal noch einmal einen ganzen Tag mit unseren Stühlen durch, erledigten die letzten Holzarbeiten und widmeten uns ausgiebig der Gurtpolsterung. Unseren Flyer stellten wir fertig und die erste Auflage wurde mit Wickelfalz gedruckt. Der geneigte Leser darf jetzt Luft holen.

August

Märkte, Blog, Cradle to Cradle und wir stellen Stühle vor

Der temporeiche Schwung des letzten Monats reichte über den August hinaus und hielt uns erfreulicherweise auf Trab. Mit viel Aufregung und Begeisterung präsentierten wir uns auf dem Kunst- und Handwerkermarkt am Ernst-Reuter-Platz. Viele Leute haben uns zugeschaut, Fragen zu unseren Stühlen gestellt und unseren Flyer mitgenommen. Wir haben eine Menge interessanter Menschen kennengelernt und konnten viele Eindrücke, Anregungen und Ideen mitnehmen.

In unserm Blog veröffentlichten wir einige handwerkliche Lebensläufe unserer bisher fertig gestellten Stühle. Sebastian recherchierte informativ und handwerklich intensiv zu dem Cradle to Cradle Konzept und führte die Technik des Leinöls für Holz in unseren handwerklichen Prozess ein. Mit einem weiteren ereignisreichen Markttermin im großartigen Mauerpark konnten wir unsere Erfahrungen und Erkenntnisse weiter ausbauen und unser Projekt erneut erfolgreich präsentieren.

September

Schleifen hoch zehn – die neuen Stühle

Atemlos ging es weiter. Wir schlossen die Arbeiten an der ersten Stuhl-Generation mit dem Auftritt im Mauerpark ab und nahmen die nächsten Stühle (Generation 1.5) in Angriff. Nach einer zeitintensiven Recherche unserer Bezugsquellen und einem grandiosen Einsatz von Sebastian, der sich superheldengerecht in den Beschaffungsmarkt warf, konnten wir mit neuen, besser gesagt alten Stühlen durchstarten. In vielen handwerklichen Terminen arbeiteten wir unermüdlich und mit großer Begeisterung an der neuen Generation. Durch eine konsequente Arbeitsaufteilung bauten wir unseren Arbeitsprozess in Hinblick auf Verbesserung und Effizienz weiter aus. Mit neuen Stuhldesigns und Konzentration auf den Einsatz überwiegend nachhaltiger Materialien konnten wir den Anspruch an uns und unseren Stühlen noch einmal deutlich steigern.

 

Oktober

Jute, Gründermesse und Herbstmarkt mit Kokosmatten

Diesen Monat beschäftigten wir uns umfassend mit allen möglichen und unmöglichen Stoffen für Polsterbezüge. Hierzu recherchierten wir wieder intensiv nach textilen Eigenschaften und Bezugsquellen. Sebastian besuchte hierzu die Kiez Rösterei K61 in Berlin-Kreuzberg. Neben der Eignung von Kaffeesäcken als Polsterbezüge lernten wir auch eine Menge über fairen Handel mit Kaffee. Bei weiteren Anbietern von Textilien aller Art erstanden wir einige interessante Stoffe für die Polsterbezüge unserer Stühle.

Mit dem Besuch der Gründermesse der deutschen Gründer- und Unternehmertage (deGUT), die diesjährig im alten Flughafen Tempelhof stattfand, konnten wir neben vielen interessanten Vorträgen eine Menge Informationen zu verschiedenen Themen rund um das Thema Gründung und Start Up sammeln. Durch die weitere Entwicklung unserer bisherigen Stuhldesigns haben wir den Grundstein zu einem einheitlichen künstlerischen Konzept gelegt, das unsere zukünftigen Stuhlgenerationen positiv beeinflussen soll.

Als diesjähriger Abschluss der Freilicht-Marktaktivitäten präsentierten wir uns mit der zweiten Stuhlgeneration auf dem Antikmarkt auf dem Marheinekeplatz in Kreuzberg. Wir zeigten handwerkliche Arbeiten und konnten unser Polsterkonzept aus überwiegend nachhaltigen Materialien vorstellen. Die Resonanz war riesig.

November

Polsterkonzept, hinter den Kulissen und Blogbeiträge

Nach den umfangreichen Außen-Aktivitäten im Sommer und Herbst konzentrierten wir unsere Schaffenskraft überwiegend auf den weiteren Ausbau unseres Polsterkonzeptes aus überwiegend nachhaltigen Materialien. Parallel arbeiteten wir „hinter den Kulissen“ intensiv an unserer Social-Media Strategie und unseren digitalen Werkzeugen, um unsere Blogbeiträge effizienter auf allen Plattformen zu erstellen und zu verwalten. Die handwerklichen Arbeiten an unseren Stühlen verfolgten wir konzentriert weiter.

Flora aus Bernau Vorher und Nachher
Flora aus Bernau Vorher und Nachher

Dezember

Deine eigenART, Sponsoring und Jahresabschluss mit Rückblick

Wir besuchten die außergewöhnliche Kunstmesse Deine eigenART im Schloss in Berlin Charlottenburg. In der historisch altehrwürdigen Räumlichkeiten der großen Orangerie gaben sich etwas 150 Aussteller die Ehre und präsentierten ein buntes Potpourri aus Möbel, Karten, Taschen, Geschenkideen, Bilder, Schmuck, Mode, Fotokunst, Upcycling-Produkte und andere handgemachte Kostbarkeiten. Alle Designerstücke und Unikate wurden mit viel Liebe zum Detail und großer Leidenschaft hergestellt.

Als zusätzliche Unterstützung haben wir die Suche nach potentiellen Partnern gestartet, um unser Projekt im kommenden Jahr weiter voranzutreiben. Mit dem heutigen Blogbeitrag beenden wir die diesjährigen Arbeiten und starten im neuen Jahr mit frischen Kräften neu durch.

 


Wir bedanken uns herzlich bei unseren Familien, Freunden, Partnern, Begleitern und Kritikern für die tolle und umfassende Unterstützung. Ohne Euch wäre unser Projekt nicht möglich gewesen. Wir wünschen Euch und Euren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Sebastian Tuschel und Robert Fiedler
Sebastian Tuschel und Robert Fiedler